Margret und Rolf Rettich-Schule

3. Förderung sozialen Lernens, Werteerziehung, Formulierung schul- und klassenbezogener Regeln

 

Orientierung

Wir möchten bewirken, dass jeder weiß, wo er hingehört, festen Boden unter den Füßen hat und einen Weg vor sich sieht. Die Wegbegleiter sollten Vertrauen, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, Respekt und Konsequenzen sein.

 

Gemeinschaft

Wir verbringen viele Stunden gemeinsam miteinander. Darum soll sich jeder wohl und angenommen fühlen und Freude und Halt in der Gemeinschaft erfahren und geben. Jeder soll lernen, Kritik äußern zu können, aber auch anzunehmen.

 

Zusammenarbeit

Wir legen Wert auf die Entwicklung von Teamfähigkeit. Jeder kann mit seinen Stärken zum Gelingen eines Projekts beitragen und andere durch sein Wissen unterstützen.

 

Lernfreude und Lerninteresse

Wir wollen das Lernen so verstehen, dass nicht ein Fass gefüllt, sondern ein Feuer entfacht wird. Dabei sollen sich Schüler und Lehrer mit Motivation und Hingabe neue Themen erschließen.

 

Individualität

Jeder soll mit seinen Stärken und Schwächen angenommen werden und die Möglichkeit haben, sich seinen Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln. Wir fördern die Fähigkeit, das Leben mit seinen Krisen bestehen und mit seinen Höhepunkten genießen zu können.

 

Selbstvertrauen

Jeder soll sich so entwickeln können, dass er sich selbst gut einschätzen kann, die eigenen Fähigkeiten kennt, auf andere zugehen kann, keine Angst haben muss und sich von anderen angenommen fühlt. Jeder muss verstehen lernen, dass man nicht perfekt sein kann, weil das niemand ist. Perfektion ist ein unrealistisches Ziel. Das Ziel sollte viel mehr sein, sein Bestes zu geben.

 

Kopf, Herz und Hand

In unserer Schule kann man mit allen Sinnen lernen. Man kann die Inhalte begreifen, erfühlen und verstehen. Jeder so, wie es zu seinem Lerntypen passt. Neben den konventionellen Fächern werden die Tätigkeiten lesen, musizieren und bewegen besonders angesprochen.

 

Rücksicht

Wir gehen rücksichtsvoll und respektvoll miteinander um, helfen uns gegenseitig und akzeptieren die Schwächen und Stärken anderer. Hierbei wollen wir Geduld zeigen. Wir pflegen einen freundlichen, fairen, ehrlichen und gewaltfreien Umgang miteinander.

 

Verantwortung

Wir übernehmen Verantwortung füreinander, indem wir Informationen oder Hausaufgaben weitergeben, Verletzte versorgen und einen respektvollen Umgangston miteinander pflegen. Wir wollen uns einmischen, wenn wir Ungerechtigkeiten sehen. Wir tragen Verantwortung für das Schulgebäude, für alle Materialien (auch die der Mitschüler), Schuldekoration, den Schulhof und die Turnhalle. Wir wollen sorgsam mit dem umgehen, was uns das Lernen ermöglicht. Ein achtsamer Umgang mit Müll, Mülltrennung und Müllvermeidung gehört auch dazu.


Klassenregeln

Klassenregeln werden in den Klassen im Religions-, Deutsch- oder Sachunterricht gemeinsam mit den Kindern erarbeitet. Die Regeln werden ausgehängt, und es wird an die Einhaltung der Regeln erinnert. Bei Verstößen wird mit den Kindern über Konsequenzen beratschlagt. Der Grundgedanke sollte sein:
Du hast der Klassengemeinschaft nichts „Gutes angetan", folglich musst Du es wieder „gut machen". Z.B. nach Absprache mit den Eltern einen Kuchen oder Kekse backen (4.Schuljahr), eine gemalte Blume auf ein dafür vorgefertigtes Plakat kleben (1./2. Schuljahr), aus einem Buch vorlesen (3. Schuljahr).

 

Schulordnung

Unsere Schulordnung hat die Überschrift:

 

"6 Richtige für uns"

 

Wir achten aufeinander.

Wir arbeiten miteinander.

Jede/r spricht für sich.

100 % zuhören!

"Stopp" bedeutet, sofort aufhören!

Wir probieren Neues - das darf auch schiefgehen.

 

Pausenordnung


Bitte betritt den Klassenraum nur mit Hausschuhen oder sauberen Schuhen.
In den Hofpausen gehst Du bitte auf den Schulhof. Deine Lehrerin verlässt als letzte den Klassenraum.

Zur Toilette gehst Du am Anfang oder am Ende der Pause.


Regenpausenordnung

 

Die Lehrerin, die die vorangegangene Stunde erteilt hat, bleibt mit Dir in der Klasse.

Du kannst lesen, spielen, malen, basteln und Dich unterhalten.

Bitte nicht rennen, toben oder kämpfen. Unfallgefahr!

Du kannst am Anfang oder am Ende der Pause zur Toilette gehen.